GAEB im Metallbau: Dateiformate (x, d, p) und Austauschphasen in Eurem Workflow
Plant Ihr ein Projekt im Stahlbau oder Metallbau und habt eine Datei mit der Endung .d83 oder .x83 erhalten? Dann seid Ihr mitten im GAEB-Datenaustausch. Was für viele Betriebe zunächst nach komplizierter IT klingt, ist in Wahrheit der Schlüssel zu einer schnellen und fehlerfreien Kalkulation.
In diesem Beitrag erfahrt Ihr, wie Ihr die verschiedenen GAEB-Formate unterscheidet und wie Ihr mit Eurer ERP-Software QOMET den Prozess von der Ausschreibung bis zur Vergabe automatisiert.
Was ist GAEB und warum ist es für Euch wichtig?
GAEB steht für den Gemeinsamen Ausschuss Elektronik im Bauwesen. Dieser Standard ermöglicht es Architekten, Fachplanern und Euren Handwerksbetrieben, Leistungsverzeichnisse (LV) digital auszutauschen.
Der große Vorteil für Euch: Statt hunderte Positionen für Geländer, Türen oder Stahlkonstruktionen händisch abtippen zu müssen, importiert Ihr die Daten direkt in Euer ERP-System. Das spart Euch nicht nur Zeit, sondern verhindert Übertragungsfehler, die bei der Angebotsabgabe zum Ausschluss führen könnten.
Die Austauschphasen: Was bedeuten 81, 82, 83 und 84 für Euch?
Die Ziffern am Ende einer GAEB-Datei (z. B. .83) definieren die sogenannte Austauschphase. Für Euer tägliches Geschäft sind vor allem zwei Phasen relevant:
- GAEB 83 (Angebotsaufforderung): Dies ist die Datei, die Ihr vom Planer erhaltet. Sie enthält alle Positionen und Mengen, aber noch keine Preise.
- GAEB 84 (Angebotsabgabe): Dies ist Eure Antwort. Nachdem Ihr in QOMET kalkuliert habt, exportiert Ihr diese Datei mit Euren Preisen und sendet sie an den Auftraggeber zurück.
- GAEB 81 & 82: Diese Phasen dienen der Leistungsbeschreibung und Kostenschätzung durch den Architekten und sind für Eure eigentliche Kalkulation im Betrieb meist zweitrangig.
Die Dateiformate im Überblick: .d, .p und .x
Hinter den Endungen verbergen sich verschiedene technische Generationen des GAEB-Standards. Je nach Alter der Software beim Planer begegnen Euch folgende Formate:
1. GAEB 90 (Dateiendung .d83, .d84)
Das älteste Format, das Euch aber immer noch oft begegnen wird. Es ist textbasiert und sehr stabil, unterstützt jedoch kaum moderne Formatierungen (z. B. fettgedruckten Text).
2. GAEB 2000 (Dateiendung .p83, .p84)
Dieses Format basiert auf dem RTF-Standard. Es erlaubt zwar mehr Gestaltung, gilt heute jedoch oft als fehleranfällig beim Datenaustausch zwischen unterschiedlichen Programmen.
3. GAEB DA XML (Dateiendung .x83, .x84)
Der aktuelle Stand der Technik. GAEB XML ist das sicherste Format. Wenn Ihr die Wahl habt, solltet Ihr Eure Daten in QOMET immer als .x84 exportieren, um eine reibungslose Kommunikation zu gewährleisten.
Euer Workflow-Vorteil: GAEB-Schnittstelle in QOMET
Die Integration von GAEB in Euer QOMET bietet Euch einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil. Der Prozess ist einfach:
- Import: Ihr lest die .83-Datei direkt in ein QOMET-Projekt ein.
- Kalkulation: Ihr hinterlegt Materialpreise und Lohnansätze. QOMET berechnet automatisch die Summen für jede Position.
- Plausibilitätsprüfung: QOMET warnt Euch, falls Bietertextergänzungen fehlen oder Preise vergessen wurden.
- Export: Mit einem Klick erstellt Ihr die .84-Datei für Eure rechtssichere Angebotsabgabe.
Fazit: Digitaler Vorsprung für Euren Betrieb
Wenn Ihr die Logik hinter den GAEB-Dateien versteht und Euer QOMET voll ausnutzt, arbeitet Ihr deutlich produktiver. Ihr minimiert das Risiko formaler Fehler und gewinnt wertvolle Zeit für Euer eigentliches Handwerk.
Habt Ihr Fragen zur Einrichtung der GAEB-Schnittstelle in Eurem QOMET? Kontaktiert uns für eine kurze Beratung oder ein Tutorial!


